- Fr17. Januar 1930
- 12:00
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- So05. Januar 1930
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- Fr10. Januar 1930
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- So12. Januar 1930
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- Sa25. Januar 1930
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- Do30. Januar 1930
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Die gold’ne Meisterin ist eine jener Operetten, die mit zeitloser Anmut, volkstümlichem Witz und musikalischer Eleganz seit Jahrzehnten das Publikum der Musik- und Theatergesellschaft Sursee begeistern. Das Werk verbindet schwungvolle Walzermelodien mit herzerwärmender Romantik und einer Handlung, die zwischen heiterer Verwechslungskomödie und leiser Lebensweisheit pendelt. Kein anderes Werk aus der Feder Edmund Eyslers (1874–1949) wurde in Sursee so häufig auf die Bühne gebracht – insgesamt fünf Mal seit der ersten Aufführung. Damit ist Die gold’ne Meisterin ein Stück lebendiger Theatergeschichte, das den Stil und das Selbstverständnis der Gesellschaft über Generationen geprägt hat.
Uraufgeführt wurde die Operette am 13. März 1927 im Theater an der Wien. Das Libretto stammt von Julius Brammerund Alfred Grünwald, zwei Meistern der Wiener Textdichtung, die Eyslers Musik eine ideale Bühne boten. Schon die Wiener Premiere war ein grosser Erfolg: Die Operette überzeugte durch ihre klare musikalische Sprache, die Balance zwischen Humor und Gefühl sowie die unaufdringliche Eleganz der Komposition. Der «Wiener Ton», jener unverwechselbare Mix aus Walzer, Lied und schmunzelnder Melancholie, verleiht der Gold’nen Meisterin bis heute ihren besonderen Reiz.
Die Handlung spielt im Wien des späten 19. Jahrhunderts und erzählt die Geschichte der jungen Goldschmiedemeisterin Fanny, die sich in den charmanten, aber leichtsinnigen Grafen von Reiffenberg verliebt. Zwischen handwerklichem Stolz, gesellschaftlichen Konventionen und der Sehnsucht nach Liebe entfaltet sich eine Erzählung voller Charme, Esprit und zarter Ironie. Am Ende triumphieren Herz und Handwerk gleichermassen – ganz im Sinne jener Wiener Welt, in der das Leben, so wie die Musik, immer einen Tanz wert ist.
In Sursee fand die erste Aufführung bereits 1930 statt, nur drei Jahre nach der Wiener Premiere – ein Zeichen für den damals erstaunlich engen kulturellen Austausch mit den Bühnen des deutschsprachigen Raums. Seither hat das Werk in regelmässigen Abständen seinen Platz im Repertoire der Musik- und Theatergesellschaft behauptet: als Sinnbild für das, was das Surseer Musiktheater ausmacht – Vertrautheit, Lebensfreude und musikalische Qualität.