- So03. Januar 1932
- 12:00
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- Mi06. Januar 1932
- 13:59
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- So10. Januar 1932
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- Mi13. Januar 1932
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- So17. Januar 1932
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- Mi20. Januar 1932
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- So24. Januar 1932
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Im Frühjahr 1932 brachte die Musik- und Theatergesellschaft Sursee zum dritten Mal innerhalb von vier Jahren die Operette Der fidele Bauer von Leo Fall auf die Bühne. Das heitere Stück mit seinem ländlich Charme hatte sich beim Publikum bereits als Publikumsliebling bewährt. Das Stück spielt in einem oberösterreichischen Dorf und handelt von der Spannung zwischen zwei Lebensrealitäten. Der fidele Bauer hat sein Mögliches getan, seinen Sohn zu fördern und ihm eine gute Ausbildung zu ermöglichen. Dieser kehrt nach vielen Jahren in Wien, hoch ausgebildet und als neuer Mensch, zurück ins Dorf. Die Operette betrachtet beide Seiten kritisch und nähert sich dem ländlichen wie städtischen Stoff mit Humor an.
Die wiederholte Aufführung von Der fidele Bauer zählte zu den wirtschaftlich stärksten Aufführungen der Gesellschaft der ersten Dekade. Mit Einnahmen von über 20'000 Franken und einem Reingewinn von rund 7'000 Franken war die Produktion auch finanziell sehr erfreulich. Die Einnahmen übertrafen das geplante Budget deutlich, und das Werk erwies sich als Publikumsmagnet. Auch künstlerisch fand die Operette Anerkennung. In den Protokollen wird hervorgehoben, dass die Inszenierung «mit grossem Erfolg» verlaufen sei und das Stück – humorvoll, volkstümlich und lebensnah – ideal zur Stimmung jener Jahre passte. Der Erfolg bestärkte den Vorstand darin, die Reihe jährlicher Operetten fortzusetzen, was 1933 im aufwendigeren Projekt Im weissen Rössl mündete.
Der fidele Bauer sowie dessen Wiederaufnahmen waren ein besonders lukrativer Ansatz für das Stadttheater wie auch für Sursee selbst. Dies wurde in der für die Institution wohl turbulentesten Zeit des 20. Jahrhunderts diskutiert und unterstreicht die gelungene Verbindung des Stadttheaters Sursee zwischen finanziellen Fragen und Werten der Stadtbevölkerung:
Wir spielen ja schliesslich nicht wegen uns Theater sondern wegen dem Städtchen, um die alte Tradition fernerhin hoch zu halten. Werden wir ein gutes Theatervöklein, was wir alle hoffen, dass haben nicht nur wir einen schönen Nutzen davon sondern die ganze gewerbetreibende Geschäftswelt.