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Die Blume von Hawaii

Operette von Paul Abraham
Produziert von der Musik- und Theatergesellschaft Sursee

  •  
  • So09. Januar 1955
  • 12:00
  • Do13. Januar 1955
  • 12:00
  • So16. Januar 1955
  • 12:00
  • Do20. Januar 1955
  • 12:00
  • So23. Januar 1955
  • 12:00
  • Do27. Januar 1955
  • 12:00
  • So30. Januar 1955
  • 12:00
  • Do03. Februar 1955
  • 12:00
  • Sa05. Februar 1955
  • 12:00
  • So06. Februar 1955
  • 12:00
  • So13. Februar 1955
  • 12:00

Die Produktion der Operette Die Blume von Hawaii im Jahr 1955 durch die Musik- und Theatergesellschaft Sursee war erneut eine Auseinandersetzung mit exotischen Sujets Paul Abrahams (1892–1960). Die Aufführungen wurden unter der Regie von Franz Beck realisiert. Zu Beginn hatten der Vorstand und das Team aufgrund möglicher «Bedenken hinsichtlich der Akzeptanz» durch das Landpublikum eher niedrige Erwartungen an die Produktion. Umso grösser war die Freude, als die Aufführungen «von Anfang an mit grosser Begeisterung aufgenommen wurden». Dies war nicht zuletzt der «herausragenden Leistung des Orchesters unter der Leitung von Musikleiter Georg Friebel» zu verdanken. Ursprünglich war Josef Jäggi für die musikalische Leitung vorgesehen, doch aufgrund von Arbeitsüberlastung konnte er das Orchester nicht übernehmen. In Zusammenarbeit mit Erwin Theiler wurde daher Georg Friebel engagiert, der «mit erstklassigen Musikern aus Sursee, Luzern und Umgebung ein Orchester zusammenstellte», das seine Aufgabe hervorragend erfüllte.

Die Operette spielt im exotischen Setting der Südsee: Die Prinzessin Laya, in Paris erzogen, kehrt inkognito als Sängerin in ihre Heimat zurück. Zwischen ihr, dem amerikanischen Kapitän Stone und dem hawaiischen Prinzen Lilo-Taro entspinnt sich eine Liebesgeschichte, in der koloniale Machtverhältnisse, persönliche Freiheit und Loyalität miteinander ringen. Während der Gouverneur Hawaii fest im Griff behalten will, findet Laya den Mut, ihrem Herzen zu folgen. Schliesslich klärt sich alles in einem heiteren Finale, das vier glückliche Paare vereint.

Die Proben verliefen erfolgreich, und es gab eine positive Resonanz sowohl von den Mitwirkenden als auch vom Publikum. Besonders der Ballettteil, der unter der Leitung von Lily Enderle stand, wurde hervorgehoben. Die Premiere wurde nicht – wie ursprünglich vorgesehen – auf den ersten Sonntag des Jahres gelegt, sondern auf den 9. Januar 1955 verschoben, mit der Hauptprobe am 8. Januar. Die Produktion war finanziell erfolgreich, da die durchschnittlichen Einnahmen pro Aufführung bei ca. 2.500 Franken lagen. Für die letzten Spieltage wurden Zusatzvorstellungen arrangiert, und die Premiere und die darauffolgenden Aufführungen fanden vor ausverkauftem Haus statt.

Die Szenerien und Kostüme wurden sorgfältig vorbereitet, wobei die Szenerienkosten sich auf rund 600 Franken beliefen. Das Theaterteam zeigte insgesamt grosses Engagement und brachte die exotische Atmosphäre der Operette erfolgreich auf die Bühne. Paul Abraham verband in Die Blume von Hawaii klassische Operette mit Jazz- und Tanzrhythmen, was dem Werk im Vergleich mit den anderen Produktionen in Sursee eine Note moderne verlieh. Diese Verbindung von exotischem Schauplatz, sentimentaler Operettenhandlung und jazzigem Schwung machte die Operette in Sursee zu einem besonderen Erlebnis – «ein Werk voll Rhythmus, Farbe und Lebensfreude», wie es im Jahresbericht heisst.

Regie Franz Beck
Musikalische Leitung Georges Friebel
Bühnenbild René Rougemont
Tänze Lilly Enderle
Maske Willy Joos
Albert Reichlin

 

Solisten Pia Beck
  Erwin Arnold
  Leodegar Zwimpfer
  Mimmi Graber
  Franz Aklin
  Alois Bernet
  Lily Enderle
  Camille Balmer
  Franz Beck
  Walter Trüb
  Remo Springhetti
  Albert Reichlin
  Sepp Küng
  Kurt Fischer
  Josef Graber

 

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