MIND THE GAP - Edition II
Ein Tanzabend als künstlerischer Aufbruch: MIND THE GAP – Edition II verbindet ein einzigartiges Förderprojekt mit einem eindrucksvollen Bühnenerlebnis. Zehn internationale Nachwuchstalente stehen an der Schwelle zur professionellen Karriere – und bringen genau diesen Moment zwischen Aufbruch, Risiko und Ankommen auf die Bühne.
Das Nachwuchsförderprogramm von Tanz und Kunst Königsfelden geht in die zweite Runde: zehn junge Tanz-Talente von renommierten Akademien aus der ganzen Welt erarbeiten drei Choreografien für die Bühne. Premiere ist am 21. August im Kurtheater Baden.
AUFBRUCH
Zehn junge Tänzer:innen, drei choreografische Handschriften und ein gemeinsamer Aufbruch in die professionelle Tanzwelt - der Moment zwischen Aufbruch und Ankommen: MIND THE GAP – Edition II widmet sich jener spannenden Phase, in der junge Tänzer:innen den Schritt von der Ausbildung in die professionelle Bühnenwelt wagen. Hier treffen Neugier, Energie und künstlerischer Hunger auf Erfahrung, eine choreografische Vision und den Alltag einer Compagnie.
INTENSIV
Während fünf intensiver Wochen arbeiten zehn Nachwuchstalente renommierter Tanzakademien aus aller Welt unter professionellen Bedingungen zusammen. In täglichem Training, Proben und kreativen Prozessen entstehen drei Choreografien, die unterschiedliche Bewegungssprachen und künstlerische Perspektiven eröffnen.
SCHWEIZWEIT EINZIGARTIG
Das schweizweit einzigartige Förderprogramm richtet sich an herausragende Absolvent:innen professioneller Tanzschulen aus der Schweiz und dem Ausland, die sich in der Übergangsphase („Gap“) zwischen Ausbildung und professionellem Engagement befinden. Der Erfolg der ersten Ausgabe 2024 spricht für sich: Drei Teilnehmende wurden. im Folgejahr in die Hauptproduktion «Carmen» des Tanzfestivals Königsfelden aufgenommen. Alle eilnehmenden erhielten im Anschluss an das Förderprogamm «Mind the Gap» Engagements bei internationalen Compagnien.
Während eines intensiven fünfwöchigen Programms arbeiten die Tänzer:innen unter professionellen Bedingungen an drei Choreografien, die unterschiedliche künstlerische Perspektiven eröffnen. Der Abend vereint die Handschriften von Filipe Portugal, der ein neues Werk kreiert, Heinz Spoerli mit einer seiner prägenden Choreografien sowie die international gefragte Choreografin Caroline Finn. So entsteht ein spannungsreicher Dialog zwischen Generationen, Stilen und Ausdrucksformen.
Das Publikum erlebt nicht nur drei eigenständige Werke, sondern auch die Entwicklung einer neuen Tanzgeneration – voller Energie, Präzision und künstlerischem Ausdruck. Gleichzeitig steht das Projekt für nachhaltige Förderung: Bereits die erste Ausgabe führte zahlreiche Teilnehmende direkt in internationale Engagements und drei wurden Teilnehmende wurden in die Hauptproduktion «Carmen» des Tanzfestivals Königsfelden 2025 aufgenommen.
Ein Abend der den Tanz von morgen sichtbar macht.
Künstlerische Leitung: Filipe Portugal
Choreografien: Caroline Finn, Filipe Portugal, Heinz Spoerli
MIND THE GAP - Edition II vereint wiederum drei unterschiedliche choreografische Handschriften: Filipe Portugal kreiert ein neues Werk speziell für dieses Ensemble, ebenso wie die aus England stammende und international tätige Choreografin Caroline Finn, die für ihre zeitgenössischen Choreografien bekannt ist. Ein ganz besonderes Werk steuert der ehemalige Zürcher Ballettdirektor Heinz Spoerli bei: seine «Goldberg Variationen» sind ebenfalls Teil des Abendprogramms.
FILIPE PORTUGAL
Filipe Portugal verbindet in seinem choreografischen Werk Einflüsse des klassischen und zeitgenössischen Tanzes. Charakteristisch ist eine physisch präzise, zugleich organische Bewegungssprache. Seine Arbeiten entwickeln sich häufig aus dem Körper heraus, mit einem Fokus auf Fluss, Dynamik und
musikalische Struktur. Dabei bleibt die klassische Technik als Grundlage erkennbar, wird jedoch erweitert und aufgebrochen durch zeitgenössische Elemente.
Ein zentrales Merkmal ist die enge Verbindung von Bewegung und Musik. Filipe Portugal arbeitet oft musikalisch motiviert, wobei Rhythmus, Struktur und Atmosphäre der Komposition die choreografische Entwicklung massgeblich beeinflussen. In der Zusammenarbeit mit Tänzer:innen legt er Wert auf einen
kollektiven Arbeitsprozess. Bewegungsmaterial entsteht nicht ausschliesslich vorgegeben, sondern wird im Studio gemeinsam entwickelt und weiter differenziert. Dadurch erhalten seine Stücke eine hohe Präsenz und Individualität innerhalb des Ensembles. Inhaltlich sind seine Arbeiten weniger narrativ im klassischen Sinn, sondern konzentrieren sich auf Stimmungen, Beziehungen und Spannungsfelder zwischen den Körpern im Raum. Gruppendynamiken, Übergänge und räumliche Konstellationen spielen dabei eine zentrale Rolle. Insgesamt steht die Handschrift von Filipe Portugal für eine Verbindung von technischer Klarheit, musikalischer Sensibilität und einem prozessorientierten, zeitgenössischen Zugang zur Choreografie.
HEINZ SPOERLI
Heinz Spoerli zählt zu den prägenden Persönlichkeiten des klassischen und neoklassischen Balletts in der Schweiz. Er wurde 1940 in Basel geboren und erhielt seine Tanzausbildung unter anderem in Basel, London und Paris. Früh begann er eine internationale Karriere als Tänzer, die ihn an verschiedene
europäische Bühnen führte. Seine Laufbahn als Choreograf entwickelte Heinz Spoerli parallel zu seiner Tätigkeit als Tänzer. Erste Arbeiten entstanden in den 1960er Jahren, bevor er 1973 die Direktion des Basler Balletts übernahm. Weitere Stationen als Ballettdirektor folgten am Opernhaus Düsseldorf/Duisburg sowie an der Deutschen Oper am Rhein. Von 1996 bis 2012 leitete er das Ballett Zürich und prägte die Compagnie über mehr als anderthalb Jahrzehnte maßgeblich. Als Choreograf schuf Heinz Spoerli ein umfangreiches Repertoire mit zahlreichen abendfüllenden Handlungsballetten und abstrakten Werken. Seine Arbeiten zeichnen sich durch eine klare musikalische Struktur, stilistische Präzision und eine Weiterentwicklung des klassischen Bewegungsvokabulars aus. Besonders prägend sind seine Interpretationen von Werken der Musikgeschichte, darunter Choreografien zu Kompositionen von Bach, Mozart und Brahms. Neben seiner Arbeit für das Ballett Zürich entstanden Choreografien für Compagnien im In- und Ausland. Auch nach dem Ende seiner Direktionstätigkeit in Zürich bleibt Heinz Spoerli als Choreograf und künstlerischer Impulsgeber aktiv und gilt als wichtige Referenzfigur für mehrere Generationen von Tänzer:innen und Choreograf:innen.
CAROLINE FINN
Caroline Finn ist eine international tätige Choreografin aus England. Sie absolvierte ihre Tanzausbildung an der Arts Educational School in London und an der Juilliard School in New York. Sie begann ihre Laufbahn zunächst als Tänzerin, bevor sie sich auf die choreografische Arbeit konzentrierte. Als Choreografin arbeitete Caroline Finn mit zahlreichen Compagnien, darunter das National Theatre London, die Rambert Dance Company, das Luzerner Theater, das Ballet Black London, das Scottish Dance Theatre sowie das Staatstheater am Gärtnerplatz in München und Bühne Bern. Darüber hinaus entstanden Arbeiten für
verschiedene Ausbildungsprogramme und Nachwuchsensembles. Ihre choreografische Handschrift ist geprägt von physischer Präzision, klarer Bildsprache und einem ausgeprägten theatralen Zugang. Die Stücke entwickeln sich häufig in enger Zusammenarbeit mit den Tänzer:innen und thematisieren wiederkehrend gesellschaftliche Fragestellungen, zwischenmenschliche Beziehungen und psychologische Spannungsfelder. Neben ihrer Tätigkeit als Choreografin ist Caroline Finn regelmäßig in der Tanzausbildung aktiv und arbeitet kontinuierlich mit jungen Tänzer:innen. Ihre Arbeiten werden international gezeigt und sind sowohl im Repertoire etablierter Compagnien als auch in projektbasierten Formaten präsent.
Für die zweite Ausgabe von Mind the Gap dürfen wir 10 junge Talente aus aller Welt in die Schweiz einladen.
• Ana Emilia Zapata (USA), 22 Jahre - Philadelphia Ballet School (USA)
• Anni Wu (Canada/China), 18 Jahre - English National Ballet School London (UK)
• Artion Badica (Ukraine ), 19 Jahre - Pôle National Supérieur de Danse Rosella Hightower, Cannes (F)
• Clément Mastroianni (Frankreich),19 Jahre - Pôle National Supérieur de Danse Rosella Hightower, Cannes (F)
• Diogo Medeiros (Portugal), 18 Jahre - Escola Artística de Dança do Conservatório Nacional, Lissabon (PT)
• Julia Heidig (Schweiz), 18 Jahre - Pro Ballet School Basel (CH)
• Leonor Santos (Portugal), 18 Jahre– Escola Artística de Dança do Conservatório Nacional, Lissabon (PT)
• Lucas Rodrigues (Portugal), 18 Jahre - Escola Artística de Dança do Conservatório Nacional, Lissabon (PT)
• Sofia Naumenko (Ukraine) , 19 Jahre - Pôle National Supérieur de Danse Rosella Hightower, Cannes (F)
• Xenia Bailly (Schweiz), 19 Jahre - Tanz Akademie Zürich (CH)